Omnichannel-Marketing

Die immer stärkere Verknüpfung der virtuellen und realen Welt führt zu einer stetigen Entwicklung der Marketing-Branche. Eine durchdachte Verknüpfung zwischen Onlineshop, Ladengeschäft, Printwerbung, etc. verschafft ein umfassendes Kundenerlebnis. Diese Strategie wird inzwischen auch schon von den Großen eingesetzt.

Zukunftsorienteres Marketing

Das Shoppingverhalten der Kunden erstreckt sich nicht nur über einen einzigen Kanal (z.B. ein JTL-Onlineshop). Es wird auch schon lange nicht mehr nur online oder nur offline gekauft. Und genau deswegen entwickeln sich die Marketingstrategien von Multichannel über Crosschannel hin zu Omnichannel. Omni bedeutet so viel wie „alle“ und bezieht sich darauf, jeden bestehenden Kanal untereinander zu verknüpfen. Der Kunde hat dadurch unterschiedliche Möglichkeiten, die Kaufentscheidung zu treffen und abzuschließen. Ziel ist es damit, den Endverbraucher persönlicher anzusprechen und die Kundenzufriedenheit und Kundentreue damit stark zu steigern.

„Omnichannel-Marketing ist eine Strategie, bei der digitale, analoge, sowie physische Kanäle zur Interaktion mit Kunden genutzt werden. Im Gegensatz zum Multichannel-Marketing knüpfen die verschiedenen Bereiche nahtlos aneinander an. Kundenrelevante Daten sind über alle Kanäle verfügbar. Die Customer Journey verläuft somit auf allen Plattformen einheitlich und ist dabei auf die jeweilige Person abgestimmt.“

Diese Definition stammt von ionos.de. Hier gelangen Sie zum zugehörigen Artikel.

Entwicklung der Marketing-Strategien

Mit Multichannel ist es möglich, dem Kunden auf den verschiedenen Kanälen die Produkte anzubieten. So können Verbraucher beispielsweise im Onlineshop, in einem Katalog oder im Laden dieselben Produkte kaufen. Es wird versucht, mit analogen oder digitalen Möglichkeiten Kontakt zum Kunden aufzubauen. Jedoch agieren alle Kanäle eigenständig und unabhängig voneinander. Dabei konkurrierten diese Touchpoints häufig miteinander und bildeten keine Einheit. Die Erweiterung dazu ist Crosschannel. Dem Kunden ist es damit möglich, mit allen Touchpoints dieselbe Transaktion durchzuführen. Voraussetzung dafür ist es, aufeinander abgestimmte Kanäle zu verwenden. Zum Beispiel können Sie Ihren Kunden anbieten, online Produkte zu bestellen und vor Ort im Laden abzuholen.

RIS Web- & Software Development - Omnichannel-Marketing Statistik

Diese Statistik zeigt die Entwicklung des Omnichannel-Marketings. Die Grafik stammt von Store2be.

Ganzheitliches Zusammenspiel

Omnichannel vereint gewissermaßen Multi und Cross miteinander. Damit ein solches Konzept erfolgreich ist, muss vorher viel geplant und angepasst werden. Nur so ist es möglich, dem Kunden ein abgerundetes Kauferlebnis zu ermöglichen. Dazu wird das große Ganze aus der Sicht des Kunden betrachtet. Die genutzten Systeme sollten dabei zu einem zusammengehörigen Einkaufsumfeld verschmelzen. Das Ergebnis sollte eine zentrale, zielgruppengesteuerte Plattform aus allen Touchpoints sein.

Vorreiter Thalia

Ein gutes und anschauliches Beispiel ist das deutsche Unternehmen Thalia. Mit ca. 280 Filialen ist der Konzern gut vertreten. Durch eine frühere Multichannel-Strategie konnte Thalia bereits ein starkes Wachstum erreichen. Um in Zukunft auch weiter präsent zu sein, wechselte das Konzept zu einer Omnichannel-Strategie.
Der klare und übersichtliche Aufbau des Onlineshops thalia.de eröffnet Onlinekunden viele Möglichkeiten. Mit der Thalia-App spricht das Unternehmen bereits mobile User an. Es gibt Funktionen wie Merkzettel, Filialfinder, Bestellfunktion und Suche. So ist es für den Verbraucher spielend einfach, das gewünschte Produkt zu kaufen.