Fünf Tipps für Onlinehändler in Zeiten von Corona

In Zeiten von Corona verändert sich unser alltägliches Leben. Einhergehend damit auch das Käuferverhalten, welches sich durch die Schließung des lokalen Handels bis auf Lebensmittel- und Drogeriemärkte stark auf das Onlineshopping konzentriert. Für Betreiber von JTL-Onlineshops stellt sich nun die Frage, wie und ob überhaupt auf dieses Umdenken der Verbraucher reagiert werden sollte. Im Folgenden geben wir Ihnen fünf Tipps, mit denen Sie sich perfekt auf Ihre Verbraucher einstellen können.

RIS Web- & Software Development - 5 Tipps für Onlinehändler in Corona Krise

Chance für den Onlinehandel

Ladengeschäfte mit Ausnahme von Lebensmittel- und Drogeriemärkten bleiben in Deutschland bis auf Weiteres geschlossen. Im ersten Augenblick scheint dies eine große Herausforderung für die Wirtschaft, insbesondere aber auch für die Ladenbesitzer an sich zu sein. Bei genauerem Hinschauen wird jedoch deutlich, dass sich mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in den letzten Wochen eine Art Sonderkonjunktur für den Onlinehandel herauskristallisiert hat. Diese greift jedoch nur, wenn Sie als Onlinehändler Ihren Onlineshop an die besonderen Gegebenheiten anzupassen wissen.

Usability als Schlüssel-Herausforderung

Nicht nur unsere Lebensumstände, sondern auch das Kaufverhalten hat sich stark verändert. Luxusartikel geraten momentan vermehrt in den Hintergrund, da vor allem Produkte des alltäglichen Lebens in den Fokus gerückt werden. Gute Chancen haben Sie dennoch, wenn Sie Produkte verkaufen, die genau zwischen diesen beiden Extremen verankert sind. Alleine verkaufen sich Ihre Artikel jedoch auch nicht, so dass Ihr Onlineshop in puncto Usabiltiy und Benutzerfreundlichkeit zur Zeit mehr denn je auf die Anforderungen der Kunden ausgerichtet sein sollte.

„Usability ist plötzlich kein Hygienefaktor mehr, sondern das wichtigste Kriterium: Wer hat die Ware, wo kann ich sie am einfachsten bestellen und wer kann sie schnell und zuverlässig liefern?“, fasst Johannes Altmann, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Shoplupe und Experte für Customer-Experience (UX) im Handel, zusammen.

Worauf Sie achten sollten

Im Folgenden zählen wir Ihnen fünf Aspekte auf, welche Sie sich als Onlinehändler zu Herzen nehmen sollten.

1. Checkout vereinfachen

In Zeiten wie diesen möchten nicht nur Sie, sondern möglichst alle Onlinehändler Ihre Produkte möglichst schnell an ihre Kunden verkaufen. Deshalb ist es nun mehr zweitrangig, wie viel Wert Sie auf Upselling, Conversion-Optimierung oder Warenkorb-Optimierung legen. Entscheidender ist, dass ein potenzieller Kunde möglichst schnell und einfach erkennt, was und zu welchen Konditionen er Produkte bei Ihnen einkaufen kann. Je weniger Schritte zum Checkout desto besser.

2. Neukunden-Gewinnung nur zweitrangig

Das verpflichtende Anlegen von Kundenkonten oder Einwilligen zu Newslettern sollte in Ihrem Onlineshop momentan nicht die oberste Priorität haben. Eventuell sollten Sie dies unter diesen Umständen sogar eine Zeit lang aussetzen. Das Gewinnen von Neukunden ist zwar keineswegs schlecht, jedoch sollte die Priorität momentan darin liegen, ein zusätzliches Geschäft zu generieren.

3. Zuverlässiger Versanddienstleister

In Ihrem Interesse sollte zudem die Zuverlässigkeit Ihres Versanddienstleisters sein. Dieser sollte garantieren können, Waren schnell, pünktlich und in einem ordnungsgemäßen Zustand zu transportieren. Ist dies nicht der Fall, werden Sie den Unmut wartender Kunden zu spüren bekommen. Eine erhöhte Retourenquote ist durchaus möglich, wenn Kunden notgedrungen bei Ihrer Konkurrenz bestellen müssen.

4. Garantierte Lieferdaten

Große Warenkörbe und Bundle-Bestellungen sind für viele Onlinehändler nicht nur in Corona-Zeiten ein Segen, jedoch sollten Sie zur Zeit umso mehr darauf achten, dass garantierte Liefertermine eingehalten werden können und möglichst alle Produkte gleichzeitig aus einem Lager versandt werden.

5. Shop-Performance

Neben der Usability spielt insbesondere die Performance eine priorisierte Rolle, wenn es um erfolgreiche Kundenakquise in Zeiten von Corona geht. Insbesondere über die Mobilgeräte sollte Ihre Domain schnell aufrufbar sein. Verzichten Sie dabei, sofern nötig, auf unnötige Slider und Banner, da das Netz dank Home-Office und Co. bereits stärker ausgelastet ist als üblich. Auch daten- und ressourcenfressende Tracking-Tools können für einen kurzen Zeitraum ausgeschaltet werden, um das Einkaufserlebnis für Ihre Kunden so angenehm wie möglich zu gestalten.

Fazit

Die Zeiten von Corona sind für niemanden einfach und an erster Stelle steht das Überwinden dieser Krise, jedoch sollte auch die Liquidität des eigenen Unternehmens nicht außer Acht gelassen werden. Nutzen Sie diese simplen Tipps für Ihren Onlineshop und versuchen Sie so unbeschadet wie möglich aus der Krise hervor zu gehen.

Falls Sie mehr Informationen rund um das Thema E-Commerce wünschen, finden Sie in unserem thematisch passenden Blog bestimmt den passenden Artikel.