RIS Web- & Software Development - Bildrecht im Internet
Bildrecht im Internet

1. Das Urheberrecht

Das Urheberrecht schützt den Urheber als Schöpfer eines Werkes. Das heißt, dass der Schöpfer wirtschaftliche und vor allem ein ideelles Schutzrecht für sein erschaffenes Werk besitzt. Jedes Bildmaterial ist urheberrechtlich durch das Bildrecht geschützt.

2. Copyright

Das Copyright-Zeichen © ist ein sicherer Hinweis darauf, dass der Urheber des Bildmaterials nur das Anschauen des Bildes erlauben will. Alle anderen Rechte am Bildmaterial behält er sich vor. Diese sind meistens gegen Lizenzgebühr zu erlangen.

RIS Web- & Software Development - Bildrecht im Internet - Copyright

Bei Fotolia zum Beispiel steht jedes der Bilder unter dem Copyright.

3. Lizenzverträge

"Verträge, mit denen der Inhaber eines gewerblichen Schutzrechts, die vollständige oder teilweise Auswertung des Schutzrechts einem Dritten gegen Zahlung von Lizenzgebühren überlässt." Klingt kompliziert, ist aber im Prinzip nichts anderes, als die eigenen Bilder gegen Entgelt jemanden zu überlassen. Solche Lizenzen können räumlich, zeitlich und inhaltlich beschränkt bzw. übertragen werden. Wenn man ein fremdes Bild veröffentlichen will, setzt dies grundsätzlich voraus, dass zwischen dem Unternehmen und dem Urheber bzw. dessen Agentur ein Lizenzvertrag besteht, der u.a. den Nutzungsumfang und die Lizenzgebühr regelt.

Im Internet gibt es diverse Plattformen, die solche lizenzpflichtigen Bilder anbieten. Ein Kostenvergleich rentiert sich in jedem Fall. Wer kein Geld ausgeben möchte, kann zum Beispiel auf Plattformen wie Stocksnap ausweichen (siehe Punkt 6).

4. Bildnisrecht

Achtung! Wenn man ein Bild von einer öffentlichen Veranstaltung anfertigt und auf diesem Bild Menschen (gut sichtbar/leicht zu identifizieren) oder Freunde abgebildet sind, ist von diesen Personen eine schriftliche Zustimmung einzuholen, bevor man diese Aufnahme öffentlich verwendet. Erst dann ist eine Veröffentlichung zulässig!

RIS Web- & Software Development - Bildrecht im Internet - Bildnisrecht Veranstaltung

Bei Bildern von Konzerten können oft unfreiwillig Personen in den Vordergrund rücken. Ist dies der Fall, wäre es notwendig eine schriftliche Zustimmung einzuholen. Bei diesem Beispiel ist aber alles im grünen Bereich.

5. Rahmenverträge

Der Kunde sucht und kauft das gewünschte Bild direkt beim Bildanbieter. Der Kunde und der Bieldanbieter haben vor dem Kauf einen Rahmenvertrag über die Nutzung des Bildes abgeschlossen. Wer diese Pflicht verletzt, macht sich schadensersatzpflichtig, kann abgemahnt werden, muss höchstwahrscheinlich eine Unterlassungserklärung abgeben und hat gegebenenfalls Anwaltskosten zu tragen.

6. Online-Bildportale

Veschiedenste Onlineportale bieten kostenfreie Bilder an. Dabei gib es einiges zu beachten:

- Ist das Bildmaterial wirklich kostenlos oder ist zumindest ein Pauschalbetrag zu zahlen?
- In welchem Umfang darf das Bild genutzt werden?
- Erlaubt das Portal auch gewerbliche Nutzung?
- Welche Verpflichtungen hat das Unternehmen?

RIS Web- & Software Development - Bildrecht im Internet - Adobe

Auf verschiedensten Bildportalen wie z.B. fotolia und fotosearch werden Bilder zum Kauf angeboten

Bildrecht im Internet genau prüfen!

Wer seine Bildlizenzen sauber dokumentiert und diese Spielregeln beherzigt, sorgt dafür, dass das Unternehmen keine Abmahnung wegen widerrechtlich verwendetem Bildmaterial zugeschickt bekommt.

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RIS Web- & Software Development - Haben Sie ein Mahnwesen?
Haben Sie ein Mahnwesen?
Die häufigsten Gründe für Kunden nicht zu zahlen
  • Überschuldung
  • Engpässe
  • Vergesslichkeit
Mehr als die Hälfte der nicht bezahlten Rechnungen könnte allein durch ein vernünftiges Mahnwesen wegfallen.

Deshalb ein vernünftiges Mahnwesen, aber wie?

Für kleine bis mittlere Unternehmen würde es schon helfen, „Kauf auf Rechnung“ oder das Lastschriftverfahren abzuschaffen. Es gibt genügend Bezahlmöglichkeiten im Onlinehandel, so dass man sich die oben genannten Zahlungsmöglichkeiten sparen könnte. Von PayPal über Sofortüberweisung, bis hin zu Kreditkarten gibt es genügend Möglichkeiten, die für Kunden ausreichen sollten. Ist dieser nicht "flüssig", wird er bei der Bezahlung sofort abgewiesen. Die Ware verlässt so erst gar nicht das Lager. Weiterhin gibt es Möglichkeiten der Bonitätsprüfung des Kundens direkt beim Kauf. Über verschiedenste Plugins und Anbieter kannn dies leicht für den Onlinehändler realisiert werden.

Auf Automatisierung setzen!

Moderne ERP-Systeme und die meisten Onlineshop-Systeme besitzen ein integriertes automatisiertes Mahnwesen. Ganz einfach erkennt das System, ob eine Rechnung überfällig ist oder nicht. Ist sie überfällig, wird vollautomatisch eine Mahnung an den Kunden versandt. Die einzige Aufgabe des Onlinehändlers ist es hier, auf die Zahlungseingänge zu achten. Sogar dies ist mittlerweile über diverse Banking-Programme automatisch möglich. Es ist nicht immer gleich notwendig, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Es kostet Zeit und Geld. Die Kundenbeziehungen werden dadurch massiv gestört. Lieber ein ordentliches Mahnwesen als gleich zu den schweren Geschützen greifen.

Wie sieht es mit der juristischen Seite aus?

Rechtsprechungen lassen eine pauschale Mahngebühr von bis zu 2,50 € zu. Geht die ganze Sache vor Gericht, dürfen angefallene Kosten, speziell Gerichtsgebühren, berechnet werden. Sollte ein Inkassobüro damit beauftragt werden, dürfen auch diese Kosten auf den Kunden umgerechnet werden. Hierfür entstehen keine Kosten für den Händler, außer es handelt sich um Erfolgsprovisionen für das Inkassounternehmen.

Fazit:

Hat ein Onlinehändler ein vernünftiges Mahnwesen eingerichtet, kann er sich die ganzen Umstände mit einem Inkassobüro sparen. Dies kostet nur unnötig Zeit und Geld. Mit einem ordentlichen Mahnwesen räumt man dem Kunden genug Zeit ein, um seine Versäumnisse wieder gut zu machen. Mit einer vernünftigen Mahnung signalisiert man dem Kunden außerdem, dass der er den Toleranzsspielraum ausgenutzt hat. Sollte der Kunde nach den eindringlichen Mahnungen nicht zahlen, kann oder will er dies auch nicht. Danach können immer noch weitere Schritte veranlasst werden. Wie sehen Sie das Thema bzw. wie gehen Sie gegen "Nicht-Zahler" vor? Über einen regen Austausch in den Kommentaren würde wir uns freuen. Selbstverständlich helfen wir auch bei der Einbindung eines automatisierten Mahnwesen. Sprechen Sie uns einfach darauf an.
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